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Grundlagen  
     
1 - Was bedeutet "manufaktur MANDORLA"?
2 - Mandel und Mandelöl
3 - Gedanken zum Zusammenhang zwischen Natur und Mensch
4 - Charakteristik der Öle
5 - zur Verwendung der Öle
   
 


1 - Was bedeutet "manufaktur MANDORLA"?

Durch das Wort „manufaktur“ wollen wir zum Ausdruck bringen, dass alles von Hand hergestellt wird und dass wir auf maschinelle Hilfsmittel verzichten.

„MANDORLA“ steht einerseits dafür, dass wir Mandelöl als Basisöl einsetzen, denn auf Italienisch bedeutet „Mandorla“ einfach „Mandel“. Andererseits besitzt die „Mandorla“ auch eine wichtige symbolische Bedeutung und bringt das Zwischenraummotiv zum Ausdruck. Überschneiden sich zwei Kreise so entsteht in ihrer Mitte etwas Neues, Drittes: die „Mandorla“. Schon in alten Kulturen findet man dieses Zwischenraummotiv (keltische „Fischblase“ oder bei Buddha-Darstellungen). In unserem Kulturkreis wurde der kommende Christus - der Messias - in einer Mandorla dargestellt. Häufig ist das Motiv des Christus als Weltenrichter in der Mandorla, auf zwei Regenbögen ruhend.

Das Zwischenraummotiv ist auch uns für den Umgang mit den Substanzen, die wir aus der Natur erhalten, sehr wichtig. Durch die besondere Art unserer Herstellungsweise versuchen wir, auf Grundlage der Anthroposophie Rudolf Steiners, dem Mandorla - Motiv Geltung zu verschaffen: die gewordene Natursubstanz soll durch menschliches Geschick und Können so bearbeitet werden, dass etwas Drittes, Höheres sich aussprechen kann. Am Beginn jeder Verarbeitung steht das Tote, das Nichts. Durch menschliche Zuwendung und Tätigkeit kann jedoch die irdisch-geronnene Substanz wiederum in einen lebendigen Zusammenhang kommen und befindet sich somit am Wege zum geistigen Ursprung.

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2 - Mandel und Mandelöl

Der Mandelbaum (Prunus amygdalus) gehört zu der Familie der Rosengewächse und ist mit dem Pfirsich und dem Marillenbaum nahe verwandt. Er wächst in wärmeren Regionen, besonders am Mittelmeer; in Mitteleuropa findet man ihn hin und wieder in Weinanbaugebieten. Die Heimat des Wild-Mandelbaumes ist nicht mehr festzustellen. Die ältesten Mandel-Kulturen dürften in Persien, Assyrien und Palästina entstanden sein.

Der Mandelbaum blüht - je nach Standort - bereits Ende Jänner bis Mitte Februar üppig, rosarot-weißlich.
Der Mandelbaum ist somit der erste Baum, der nach der Winterruhe erwacht. Erst einige Zeit danach zeigen sich die grünen Blättchen. Die eiförmigen, grau-grünen, samtig behaarten Früchte reifen erst etwa sechs Monate später. Sind sie reif, platzt das ledrige, ungenießbare Fruchtfleisch, das bei anderen Steinobstsorten saftig ist, auf und gibt ein bis zwei Fruchtkerne frei. Deren Steinschalen haben außen unregelmäßige Gruben und sind innen glatt. Es gibt unterschiedlich starke Schalen. Bekannt sind sogenannte Knack- oder Krachmandeln mit ganz dünner Schale, die gerne roh gegessen werden. Mandeln mit dickerer Schale werden eher zum Backen und Kochen verwendet. Es gibt zwei Arten von Mandeln: die bitteren und die süßen. Roh essbar sind nur die Süßmandeln. Die Bittermandeln sind giftig, da sie Amygdalin enthalten, eine Substanz, die Blausäure freisetzt. Durch die Wärme bei Kochen, Rösten oder Backen geht die Giftigkeit verloren.

Reichliches Blühen und Fruchten, rhythmisch-anmutige Blattbildung und feste Verwurzelung in der Erde zeichnen die Pflanzen der Familie der Rosengewächse aus. Harmonie und Formvollendung sind in allen Pflanzenteilen zu finden, gleichzeitig beschenken die Rosengewächse uns reichlich, sei es mit Obst (von Erdbeere bis Birne), sei es mit Heilkraft (von Frauenmantel bis Weißdorn). Anmut in der Gestalt bei gleichzeitiger Üppigkeit, das hat auch der Mandelbaum. Dazu kommen noch einige außergewöhnliche Eigenschaften wie das frühe Blühen, bevor sich Blätter zeigen, die relativ lange Reifungszeit der Früchte oder die harte, ungenießbare Schale, die einen süßen Kern verbirgt. All das mag wohl dazu geführt haben, dass der Mandelbaum oft symbolhaft verwendet wurde.

Wiederholt wird die Mandel im Alten Testament erwähnt; bekannt ist Aarons Stab der gleichzeitig blüht und Mandeln hervorbringt. Der Mandelbaum ist in Israel Symbol für Wachsamkeit, für Fleiß und Beharrlichkeit; auch die Menorah, der siebenarmige Leuchter, wurde vermutlich dem Mandelbaum nachgebildet. Nach der griechischen Mythologie starb die Tochter des Midas vor Kummer, weil sie ihren Geliebten im Trojanischen Krieg für gefallen hielt. Die Götter verwandelten sie in einen Mandelbaum. Bei den Phöniziern war der Mandelbaum der Göttin Amygdalae geweiht. Im Mittelalter wurde auch in wärmeren Gegenden Mitteleuropas, besonders in Weingegenden verstärkt Mandelbäume gepflanzt. Die Mandel wurde zum Symbol für Auferstehung und Wiederkehr Christi; das Wesentliche, der süße Kern, wird durch harte Schalen verborgen. Häufig waren Darstellungen des Christus in der Mandorla, das ist ein mandelförmiger Strahlenkranz hinter der gesamten Christusdarstellung.

Die Mandeln enthalten 40-60% fettes Öl. Auf Grund des hohen Gehaltes an ungesättigten Fettsäuren ist es, ähnlich wie das Olivenöl, ein wertvolles Speiseöl . Das Mandelöl gehört zu den nicht-trocknenden Ölen, hat also geringe Neigung zu verharzen, ist somit vielseitig einsetzbar und geeignet für alle Hauttypen. Seit altersher wird es als Nahrungsmittel, aber auch zur Zubereitung von Pflegepräparaten und Heilmitteln eingesetzt. Das Mandelöl vermittelt uns Harmonie und Vitalität. Es drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern schafft Raum; Raum in dem sich eine andere Natursubstanz entfalten kann.

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3 - Gedanken zum Zusammenhang zwischen Natur und Mensch

Der Mensch benötigt die Natur um existieren zu können. Ohne Luft und Licht, ohne Sinneseindrücke und vor allem ohne Nahrung kann ein Mensch nicht leben. Natursubstanzen in Form von Nahrungsmitteln zu uns genommen, bauen unseren Leib auf. Nur werden die Pflanzen, Tiere und Mineralien, die wir zu uns nehmen nicht einfach unverändert in unserem Organismus abgelagert, sondern müssen durch verschiedene Schritte von der Verdauung bis zum Blutkreislauf in körpereigene, menschliche Substanz umgewandelt werden. Die wenigsten Pflanzen zum Beispiel können einfach gegessen werden. Sie werden geerntet, gekocht, gedünstet, eingelegt, gesäuert, gewürzt, etc. Alles Prozesse, die uns Menschen helfen, das Nahrungsmittel, das uns ja zunächst fremd ist, in die körpereigene Substanz zu integrieren.

Bei anderen Zubereitungen von Natursubstanzen ist das auch nicht anders. Nur wenige Heilkräuter werden gepflückt und sofort gegessen oder aufgelegt. Meistens wird zerkleinert, ein Auszug ( z.B. als Tee oder Tinktur ) hergestellt und zuvor noch getrocknet. Es gibt auch in diesem Bereich die verschiedensten Möglichkeiten, sei es mit Zerkleinerungsprozessen, mit Temperaturprozessen, mit Bewegungsprozessen, etc. die Natursubstanz zu verändern und zu verwandeln in Richtung menschengemäße Substanz. Jedoch kann - anders als bei den Nahrungsmitteln, die ja immer noch verdaut werden sollen - noch wesentlich weiter vorgearbeitet („vorverdaut“) werden.

Die Prozesse, die bei der Herstellung der Öle der manufaktur MANDORLA eingesetzt werden, sind so gewählt, dass die Öle vom menschlichen Organismus nicht so stark bearbeit werden müssen wie ein Nahrungsmittel. Die Öle sind so hergestellt, dass die jeweilige Natursubstanz sich unmittelbarer aussprechen und sich wohltätig im Organismus entfalten kann. Oder anders ausgedrückt: durch die besondere Verarbeitungsweise sind die Natursubstanzen, nachdem Sie ihren natürlichen Lebenszusammenhang verlassen haben, ein Stückchen weiter in Richtung menschlichen Organismus gebracht worden.

Literatur dazu:
Rudolf Steiner, Gesamtausgabe Nr.: 234,
Anthroposophie eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren,
besonders erster und zweiter Vortrag

Rudolf Steiner, Gesamtausgabe Nr.: 229,
Das Miterleben des Jahreslaufes in vier kosmischen Imaginationen,
besonders der fünfte Vortrag

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4 - Charakteristik der Öle

Die Art und Weise der Herstellung von manufaktur MANDORLA-Ölen ist im Laufe etlicher Jahre der intensiven Beschäftigung mit der Anthroposophie Rudolf Steiners, der Forschungsarbeit in Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten sowie den Erfahrungen in einer langjährigen pharmazeutischen Tätigkeit in der anthroposophischen Heilmittelherstellung entstanden.

Zentrales Anliegen bei der Entwicklung der Öle war und ist es, eine von Bewusstsein getragene Herstellung und Anwendung zu ermöglichen. Das bedeutet für die Herstellung, dass keine alten Rezepte "nachgekocht" werden, sondern, dass jeder Schritt angesichts aktueller Notwendigkeiten, sei es von Seiten der Natursubstanz, sei es von Seiten der Anwendungserfahrungen, gegriffen und begriffen und in die Tat umgesetzt werden muss. Um auch dem Anwender ein gezieltes und durchschaubares Umgehen mit den Ölen zu ermöglichen, wird immer nur ein einziges Basisöl mit einer einzigen Wirksubstanz zum Endprodukt verarbeitet. Es handelt sich also in Bezug auf die Zusammensetzung um ganz einfache Öle. Ganz und gar nicht einfach sondern vielschichtig und von langer Dauer ist der Herstellungsweg der Öle.

Als Basisöl wird also stets ein einziges Öl gewählt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass speziell bei Mandelöl - die Mandel gehört ja zur Familie der Rosengewächse - ein allgemeiner, ausgewogener und harmonisierender Grundcharakter vorliegt, der es ermöglicht, dass die jeweilige Wirksubstanz sich darin frei entfalten kann. Um auch bei der Verwendung von mehreren unserer Öle Vergleichbarkeit und Durchschaubarkeit zu ermöglichen, verwenden wir bei allen unseren Zubereitungen dieses Öl. Selbstverständlich wird das Mandelöl in nativer - also nicht raffinierter - Form, in Lebensmittelqualität, aus kontrolliert biologischem Anbau eingesetzt.

Als Wirksubstanz wird ebenso immer nur eine einzige Substanz eingesetzt. Wir verwenden Natursubstanzen aus dem Pflanzen-, dem Tier- und dem Mineralienreich. Bei der Auswahl der Pflanzenteile, Mineralien, etc. achten wir darauf, dass die gesamte Natursubstanz sich aussprechen kann.

So werden zum Beispiel, wann immer möglich und sinnvoll, nicht nur einzelne Pflanzenteile verwendet, sondern die ganze Pflanze. Die Pflanzen werden in der Natur gesammelt oder stammen aus biologischem Anbau und werden unmittelbar nach der Ernte verarbeitet. Die Öle werden immer als Pflanzenauszug hergestellt. Der relativ einfache Weg über die Mischung mit einem ätherischen Öl kann von uns aus verschiedenen Gründen nicht gewählt werden. Ätherische Öle werden hauptsächlich durch Wasserdampfdestillation hergestellt. Sie sind also das Flüchtige einer Pflanze. Da wir durch unsere Herstellung erreichen wollen, dass sich die ganze Pflanze aussprechen kann und nicht nur das Flüchtige, das Sulfurische, werden die Öle der manufaktur MANDORLA nicht durch Mischung eines fetten Öles mit einem ätherischen Öl hergestellt. Noch etwas kommt hinzu: ätherische Öle kühlen ja bekanntermaßen; da wir jedoch einen stets wärmenden Grundcharakter unserer Produkte erzielen wollen, geben wir ätherische Öle auch nicht zur Pafümierung oder Konservierung bei. Es liegt einzig und allein an der Eigenheit der jeweiligen Substanz, wie die Öle riechen, beziehungsweise wie sich der Geruch des Mandelöles verändert.

Mineralische Substanzen werden nicht als Chemikalien, sondern in ihrem natürlichen Vorkommen eingesetzt. In den meisten Mineralienölen ist nach dem langen Herstellungsweg das jeweilige Mineral nicht mehr substanziell vorhanden, sondern hat seine spezifische Gestaltungskraft in einer vom Stoff befreiten Form dem Basisöl mitgeteilt.

Eine Besonderheit sind die Planetenöle. Entsprechend der alchymistischen Tradition einerseits und modernen Erkenntnissen aus der geisteswissenschaftlichen Forschung Rudolf Steiners, dem Begründer der Anthroposophie, verwenden wir als Bezugssubstanz zu den jeweiligen Planeten die entsprechenden Planetenmetalle in Form ihres natürlichen Vorkommens. Auch die Planetenmetalle verlassen im Zuge der Verarbeitung Schritt für Schritt ihre gewordene, stoffliche, irdische Natur und entfalten im Mandelöl ihre Bildungskraftseite, ihre kosmische Natur, ihren planetarischen Ursprung.

Zu erwähnen ist noch, dass die Öle ausschließlich von Hand hergestellt werden. Werden Gerätschaften wie Waagen, Pressen, etc. benötigt so greifen wir auf mechanische Gerätschaft zurück. Elektrizität vermeiden wir wo es nur geht.

Eine intensive und langjährige Beschäftigung mit dem Thema Alkohol als Konservierungsmittel oder Auszugsmedium hat zu dem Entschluss geführt, dass wir strikt auf Alkohol als Hilfsmittel bei der Zubereitung unserer Produkte verzichten.

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5 - zur Verwendung der Öle

Die Öle der manufaktur MANDORLA wurden hergestellt, um die darin enthaltene Natursubstanz in ihrer lebendigen und charakteristischen Wirkung zur Entfaltung zu bringen. Die Prozesse, die zur Herstellung der Öle eingesetzt werden, sind so gewählt, dass die Natursubstanz dem Menschen ein Stückchen näher gebracht wird, dass sich also die Wirkung - anders als zum Beispiel bei Nahrungsmitteln, die ja erst verdaut werden müssen - unmittelbar wohltätig am und im Organismus entfalten kann.

Gesichts- und Körperpflege
Zur Pflege werden die Öle am Besten in die noch leicht feuchte Haut, also nach der Gesichtsreinigung oder nach dem Duschen einmassiert.

Massage und Einreibungen
Je nach Natursubstanz können die Öle großflächig oder auch gezielt aufgetragen werden. Sollen zwei oder mehrere Öle gemischt werden, so empfiehlt es sich, dies in der Handinnenfläche zu tun. So können durch die menschliche Wärme unterschiedliche Substanzen verbunden werden.

Ganz- oder Teilbäder
Zur Bereitung von Ganz- oder Teilbädern kann das Öl in das bereits eingelassene Badewasser getropft werden, um dann sorgfältigst von Hand im Wasser verteilt zu werden. Eine andere Möglichkeit ist es, das Öl in einem kleineren, verschließbaren Gefäß - z.B. einem Honigglas - durch Schütteln mit warmem Wasser zu homogenisieren und anschließend diese Mischung ins vorbereitete Badewasser zu mischen. Bewährt hat sich für Ölbäder auch die Verwendung eines Öldispersionsgerätes. Werden zusätzliche Hilfsstoffe wie Seifen, Milch, Schlagobers, etc. verwendet, so ist die Eigenwirkung dieser Substanzen zu berücksichtigen.

Wickel und Auflagen
Wickel und Auflagen können sowohl unter dem Aspekt des Wässrigen als auch des Öligen hergestellt werden. Will man das Wässrige betonen, so können einige Tropfen des Öles in eine adäquate Menge erwärmten Wassers gemischt werden, um darin ein entsprechendes Tuch zu tränken. Das Ölige verstärkt man, in dem man das Tuch vor der Erwärmung ausschließlich mit Öl benetzt.

Die Öle sind keine Arzneimittel im Sinne des Arzneimittelgesetzes.

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