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1 - Was bedeutet "manufaktur
MANDORLA"?
Durch das Wort „manufaktur“ wollen wir zum Ausdruck
bringen, dass alles von Hand hergestellt wird und dass wir auf maschinelle
Hilfsmittel verzichten.
„MANDORLA“ steht einerseits dafür, dass wir Mandelöl
als Basisöl einsetzen, denn auf Italienisch bedeutet „Mandorla“
einfach „Mandel“. Andererseits besitzt die „Mandorla“
auch eine wichtige symbolische Bedeutung und bringt das Zwischenraummotiv
zum Ausdruck. Überschneiden sich zwei Kreise so entsteht in
ihrer Mitte etwas Neues, Drittes: die „Mandorla“. Schon
in alten Kulturen findet man dieses Zwischenraummotiv (keltische
„Fischblase“ oder bei Buddha-Darstellungen). In unserem
Kulturkreis wurde der kommende Christus - der Messias - in einer
Mandorla dargestellt. Häufig ist das Motiv des Christus als
Weltenrichter in der Mandorla, auf zwei Regenbögen ruhend.
Das Zwischenraummotiv ist auch uns für den Umgang mit den Substanzen,
die wir aus der Natur erhalten, sehr wichtig. Durch die besondere
Art unserer Herstellungsweise versuchen wir, auf Grundlage der Anthroposophie
Rudolf Steiners, dem Mandorla - Motiv Geltung zu verschaffen: die
gewordene Natursubstanz soll durch menschliches Geschick und Können
so bearbeitet werden, dass etwas Drittes, Höheres sich aussprechen
kann. Am Beginn jeder Verarbeitung steht das Tote, das Nichts. Durch
menschliche Zuwendung und Tätigkeit kann jedoch die irdisch-geronnene
Substanz wiederum in einen lebendigen Zusammenhang kommen und befindet
sich somit am Wege zum geistigen Ursprung.
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2 - Mandel und Mandelöl
Der Mandelbaum (Prunus amygdalus) gehört
zu der Familie der Rosengewächse und ist mit dem Pfirsich und
dem Marillenbaum nahe verwandt. Er wächst in wärmeren Regionen,
besonders am Mittelmeer; in Mitteleuropa findet man ihn hin und wieder
in Weinanbaugebieten. Die Heimat des Wild-Mandelbaumes ist nicht
mehr festzustellen. Die ältesten Mandel-Kulturen dürften
in Persien, Assyrien und Palästina entstanden sein.
Der Mandelbaum blüht - je nach Standort - bereits Ende Jänner
bis Mitte Februar üppig, rosarot-weißlich.
Der Mandelbaum ist somit der erste Baum, der nach der Winterruhe
erwacht. Erst einige Zeit danach zeigen sich die grünen Blättchen.
Die eiförmigen, grau-grünen, samtig behaarten Früchte
reifen erst etwa sechs Monate später. Sind sie reif, platzt
das ledrige, ungenießbare Fruchtfleisch, das bei anderen Steinobstsorten
saftig ist, auf und gibt ein bis zwei Fruchtkerne frei. Deren Steinschalen
haben außen unregelmäßige Gruben und sind innen
glatt. Es gibt unterschiedlich starke Schalen. Bekannt sind sogenannte
Knack- oder Krachmandeln mit ganz dünner Schale, die gerne roh
gegessen werden. Mandeln mit dickerer Schale werden eher zum Backen
und Kochen verwendet. Es gibt zwei Arten von Mandeln: die bitteren
und die süßen. Roh essbar sind nur die Süßmandeln.
Die Bittermandeln sind giftig, da sie Amygdalin enthalten, eine Substanz,
die Blausäure freisetzt. Durch die Wärme bei Kochen, Rösten
oder Backen geht die Giftigkeit verloren.
Reichliches Blühen und Fruchten, rhythmisch-anmutige Blattbildung
und feste Verwurzelung in der Erde zeichnen die Pflanzen der Familie
der Rosengewächse aus. Harmonie und Formvollendung sind in allen
Pflanzenteilen zu finden, gleichzeitig beschenken die Rosengewächse
uns reichlich, sei es mit Obst (von Erdbeere bis Birne), sei es mit
Heilkraft (von Frauenmantel bis Weißdorn). Anmut in der Gestalt
bei gleichzeitiger Üppigkeit, das hat auch der Mandelbaum. Dazu
kommen noch einige außergewöhnliche Eigenschaften wie
das frühe Blühen, bevor sich Blätter zeigen, die relativ
lange Reifungszeit der Früchte oder die harte, ungenießbare
Schale, die einen süßen Kern verbirgt. All das mag wohl
dazu geführt haben, dass der Mandelbaum oft symbolhaft verwendet
wurde.
Wiederholt wird die Mandel im Alten Testament erwähnt; bekannt
ist Aarons Stab der gleichzeitig blüht und Mandeln hervorbringt.
Der Mandelbaum ist in Israel Symbol für Wachsamkeit, für
Fleiß und Beharrlichkeit; auch die Menorah, der siebenarmige
Leuchter, wurde vermutlich dem Mandelbaum nachgebildet. Nach der
griechischen Mythologie starb die Tochter des Midas vor Kummer, weil
sie ihren Geliebten im Trojanischen Krieg für gefallen hielt.
Die Götter verwandelten sie in einen Mandelbaum. Bei den Phöniziern
war der Mandelbaum der Göttin Amygdalae geweiht. Im Mittelalter
wurde auch in wärmeren Gegenden Mitteleuropas, besonders in
Weingegenden verstärkt Mandelbäume gepflanzt. Die Mandel
wurde zum Symbol für Auferstehung und Wiederkehr Christi; das
Wesentliche, der süße Kern, wird durch harte Schalen verborgen.
Häufig waren Darstellungen des Christus in der Mandorla, das
ist ein mandelförmiger Strahlenkranz hinter der gesamten Christusdarstellung.
Die Mandeln enthalten 40-60% fettes Öl. Auf Grund des hohen
Gehaltes an ungesättigten Fettsäuren ist es, ähnlich
wie das Olivenöl, ein wertvolles Speiseöl . Das Mandelöl
gehört zu den nicht-trocknenden Ölen, hat also geringe
Neigung zu verharzen, ist somit vielseitig einsetzbar und geeignet
für alle Hauttypen. Seit altersher wird es als Nahrungsmittel,
aber auch zur Zubereitung von Pflegepräparaten und Heilmitteln
eingesetzt. Das Mandelöl vermittelt uns Harmonie und Vitalität.
Es drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern schafft Raum;
Raum in dem sich eine andere Natursubstanz entfalten kann.
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3 - Gedanken zum Zusammenhang zwischen
Natur und Mensch
Der Mensch benötigt die Natur um existieren
zu können. Ohne Luft und Licht, ohne Sinneseindrücke und
vor allem ohne Nahrung kann ein Mensch nicht leben. Natursubstanzen
in Form von Nahrungsmitteln zu uns genommen, bauen unseren Leib auf.
Nur werden die Pflanzen, Tiere und Mineralien, die wir zu uns nehmen
nicht einfach unverändert in unserem Organismus abgelagert,
sondern müssen durch verschiedene Schritte von der Verdauung
bis zum Blutkreislauf in körpereigene, menschliche Substanz
umgewandelt werden. Die wenigsten Pflanzen zum Beispiel können
einfach gegessen werden. Sie werden geerntet, gekocht, gedünstet,
eingelegt, gesäuert, gewürzt, etc. Alles Prozesse, die
uns Menschen helfen, das Nahrungsmittel, das uns ja zunächst
fremd ist, in die körpereigene Substanz zu integrieren.
Bei anderen Zubereitungen von Natursubstanzen
ist das auch nicht anders. Nur wenige Heilkräuter werden gepflückt
und sofort gegessen oder aufgelegt. Meistens wird zerkleinert, ein
Auszug ( z.B. als Tee oder Tinktur ) hergestellt und zuvor noch getrocknet.
Es gibt auch in diesem Bereich die verschiedensten Möglichkeiten,
sei es mit Zerkleinerungsprozessen, mit Temperaturprozessen, mit
Bewegungsprozessen, etc. die Natursubstanz zu verändern und
zu verwandeln in Richtung menschengemäße Substanz. Jedoch
kann - anders als bei den Nahrungsmitteln, die ja immer noch verdaut
werden sollen - noch wesentlich weiter vorgearbeitet („vorverdaut“)
werden.
Die Prozesse, die bei der Herstellung der Öle
der manufaktur MANDORLA eingesetzt werden, sind
so gewählt, dass die Öle vom menschlichen Organismus nicht
so stark bearbeit werden müssen wie ein Nahrungsmittel. Die
Öle sind so hergestellt, dass die jeweilige Natursubstanz sich
unmittelbarer aussprechen und sich wohltätig im Organismus entfalten
kann. Oder anders ausgedrückt: durch die besondere Verarbeitungsweise
sind die Natursubstanzen, nachdem Sie ihren natürlichen Lebenszusammenhang
verlassen haben, ein Stückchen weiter in Richtung menschlichen
Organismus gebracht worden.
Literatur dazu:
Rudolf Steiner, Gesamtausgabe Nr.: 234,
Anthroposophie eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren,
besonders erster und zweiter Vortrag
Rudolf Steiner, Gesamtausgabe Nr.: 229,
Das Miterleben des Jahreslaufes in vier kosmischen Imaginationen,
besonders der fünfte Vortrag
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4 - Charakteristik der Öle
Die Art und Weise der Herstellung von manufaktur
MANDORLA-Ölen ist im Laufe etlicher Jahre der intensiven
Beschäftigung mit der Anthroposophie Rudolf Steiners, der Forschungsarbeit
in Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten sowie den Erfahrungen
in einer langjährigen pharmazeutischen Tätigkeit in der
anthroposophischen Heilmittelherstellung entstanden.
Zentrales Anliegen bei der Entwicklung der Öle
war und ist es, eine von Bewusstsein getragene Herstellung und Anwendung
zu ermöglichen. Das bedeutet für die Herstellung, dass
keine alten Rezepte "nachgekocht" werden, sondern, dass
jeder Schritt angesichts aktueller Notwendigkeiten, sei es von Seiten
der Natursubstanz, sei es von Seiten der Anwendungserfahrungen, gegriffen
und begriffen und in die Tat umgesetzt werden muss. Um auch dem Anwender
ein gezieltes und durchschaubares Umgehen mit den Ölen zu ermöglichen,
wird immer nur ein einziges Basisöl mit einer einzigen Wirksubstanz
zum Endprodukt verarbeitet. Es handelt sich also in Bezug auf die
Zusammensetzung um ganz einfache Öle. Ganz und gar nicht einfach
sondern vielschichtig und von langer Dauer ist der Herstellungsweg
der Öle.
Als Basisöl wird also stets ein einziges
Öl gewählt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass speziell bei
Mandelöl - die Mandel gehört ja zur Familie der Rosengewächse
- ein allgemeiner, ausgewogener und harmonisierender Grundcharakter
vorliegt, der es ermöglicht, dass die jeweilige Wirksubstanz
sich darin frei entfalten kann. Um auch bei der Verwendung von mehreren
unserer Öle Vergleichbarkeit und Durchschaubarkeit zu ermöglichen,
verwenden wir bei allen unseren Zubereitungen dieses Öl. Selbstverständlich
wird das Mandelöl in nativer - also nicht raffinierter - Form,
in Lebensmittelqualität, aus kontrolliert biologischem Anbau
eingesetzt.
Als Wirksubstanz wird ebenso immer nur eine
einzige Substanz eingesetzt. Wir verwenden Natursubstanzen aus dem
Pflanzen-, dem Tier- und dem Mineralienreich. Bei der Auswahl der
Pflanzenteile, Mineralien, etc. achten wir darauf, dass die gesamte
Natursubstanz sich aussprechen kann.
So werden zum Beispiel, wann immer möglich
und sinnvoll, nicht nur einzelne Pflanzenteile verwendet, sondern
die ganze Pflanze. Die Pflanzen werden in der Natur gesammelt oder
stammen aus biologischem Anbau und werden unmittelbar nach der Ernte
verarbeitet. Die Öle werden immer als Pflanzenauszug hergestellt.
Der relativ einfache Weg über die Mischung mit einem ätherischen
Öl kann von uns aus verschiedenen Gründen nicht gewählt
werden. Ätherische Öle werden hauptsächlich durch
Wasserdampfdestillation hergestellt. Sie sind also das Flüchtige
einer Pflanze. Da wir durch unsere Herstellung erreichen wollen,
dass sich die ganze Pflanze aussprechen kann und nicht nur das Flüchtige,
das Sulfurische, werden die Öle der manufaktur MANDORLA
nicht durch Mischung eines fetten Öles mit einem ätherischen
Öl hergestellt. Noch etwas kommt hinzu: ätherische Öle
kühlen ja bekanntermaßen; da wir jedoch einen stets wärmenden
Grundcharakter unserer Produkte erzielen wollen, geben wir ätherische
Öle auch nicht zur Pafümierung oder Konservierung bei.
Es liegt einzig und allein an der Eigenheit der jeweiligen Substanz,
wie die Öle riechen, beziehungsweise wie sich der Geruch des
Mandelöles verändert.
Mineralische Substanzen werden nicht als Chemikalien,
sondern in ihrem natürlichen Vorkommen eingesetzt. In den meisten
Mineralienölen ist nach dem langen Herstellungsweg das jeweilige
Mineral nicht mehr substanziell vorhanden, sondern hat seine spezifische
Gestaltungskraft in einer vom Stoff befreiten Form dem Basisöl
mitgeteilt.
Eine Besonderheit sind die Planetenöle.
Entsprechend der alchymistischen Tradition einerseits und modernen
Erkenntnissen aus der geisteswissenschaftlichen Forschung Rudolf
Steiners, dem Begründer der Anthroposophie, verwenden wir als
Bezugssubstanz zu den jeweiligen Planeten die entsprechenden Planetenmetalle
in Form ihres natürlichen Vorkommens. Auch die Planetenmetalle
verlassen im Zuge der Verarbeitung Schritt für Schritt ihre
gewordene, stoffliche, irdische Natur und entfalten im Mandelöl
ihre Bildungskraftseite, ihre kosmische Natur, ihren planetarischen
Ursprung.
Zu erwähnen ist noch, dass die Öle
ausschließlich von Hand hergestellt werden. Werden Gerätschaften
wie Waagen, Pressen, etc. benötigt so greifen wir auf mechanische
Gerätschaft zurück. Elektrizität vermeiden wir wo
es nur geht.
Eine intensive und langjährige Beschäftigung
mit dem Thema Alkohol als Konservierungsmittel oder Auszugsmedium
hat zu dem Entschluss geführt, dass wir strikt auf Alkohol als
Hilfsmittel bei der Zubereitung unserer Produkte verzichten.
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5 - zur Verwendung der Öle
Die Öle der manufaktur MANDORLA
wurden hergestellt, um die darin enthaltene Natursubstanz
in ihrer lebendigen und charakteristischen Wirkung zur Entfaltung
zu bringen. Die Prozesse, die zur Herstellung
der Öle eingesetzt werden, sind so gewählt, dass die Natursubstanz
dem Menschen ein Stückchen näher gebracht wird, dass sich
also die Wirkung - anders als zum Beispiel bei Nahrungsmitteln,
die ja erst verdaut werden müssen - unmittelbar wohltätig
am und im Organismus entfalten kann.
Gesichts- und Körperpflege
Zur Pflege werden die Öle am Besten in die noch leicht feuchte
Haut, also nach der Gesichtsreinigung oder nach dem Duschen einmassiert.
Massage und Einreibungen
Je nach Natursubstanz können die Öle großflächig
oder auch gezielt aufgetragen werden. Sollen zwei oder mehrere Öle
gemischt werden, so empfiehlt es sich, dies in der Handinnenfläche
zu tun. So können durch die menschliche Wärme unterschiedliche
Substanzen verbunden werden.
Ganz- oder Teilbäder
Zur Bereitung von Ganz- oder Teilbädern kann das Öl in
das bereits eingelassene Badewasser getropft werden, um dann sorgfältigst
von Hand im Wasser verteilt zu werden. Eine andere Möglichkeit
ist es, das Öl in einem kleineren, verschließbaren Gefäß
- z.B. einem Honigglas - durch Schütteln mit warmem Wasser zu
homogenisieren und anschließend diese Mischung ins vorbereitete
Badewasser zu mischen. Bewährt hat sich für Ölbäder
auch die Verwendung eines Öldispersionsgerätes. Werden
zusätzliche Hilfsstoffe wie Seifen, Milch, Schlagobers, etc.
verwendet, so ist die Eigenwirkung dieser Substanzen zu berücksichtigen.
Wickel und Auflagen
Wickel und Auflagen können sowohl unter dem Aspekt des Wässrigen
als auch des Öligen hergestellt werden. Will man das Wässrige
betonen, so können einige Tropfen des Öles in eine adäquate
Menge erwärmten Wassers gemischt werden, um darin ein entsprechendes
Tuch zu tränken. Das Ölige verstärkt man, in dem man
das Tuch vor der Erwärmung ausschließlich mit Öl
benetzt.
Die Öle sind keine Arzneimittel
im Sinne des Arzneimittelgesetzes.
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