Quercus - EicheQuercus robur (‎Buchengewächse‎, Fagaceae)

Die Eiche ist mit ihrer mächtigen Gestalt, ihrer rissigen, von Blitzen und Unwettern gekennzeichneten Borke und ihrer lichten Krone von Weitem erkennbar. Der langsam wachsende Baum kann bis über 1000 Jahre alt werden und hat ein hartes und fäulniswidriges Holz. Die Eiche strotzt vor Lebenskraft und mächtiger Ruhe und bietet vielen Tieren Zuflucht und Nahrung.

Unter der Eiche stehend, kann man den Himmel sehen, dieser wird auch zum Hauptfarbeindruck unter diesem Baum. Das Blau des Himmels kontrastiert von den dunklen Ästen, vermittelt ein helles, aufrechtes, aufstrebendes Empfinden. Wen wundert es, dass Menschen alter Kulturen in Eichenhainen ihre Gottesdienste abhielten? Die Eiche gestaltet und vermittelt zur gleichen Zeit zwischen Himmel und Erde.

Bereits im Altertum wurde die in allen Teilen gerbstoffreiche Eiche zu Heilzwecken eingesetzt. In einem Märchen aus dem Übermurgebiet - „Slepi Bratec“ („Der blinde Bruder“) - erfährt der jüngste von drei Brüdern, unter einer Eiche sitzend, wie er von seiner Blindheit geheilt werden kann. Die Grundwirkung der Eiche kann als zusammenziehend und formend bezeichnet werden. Immer wenn man irgendwo Formung benötigt, etwas, das über seine Grenzen schießt, bändigen möchte, dann können Eichenzubereitungen hilfreich sein.   Eichenrinde, Eichenblätter, die Eicheln, die Gallen, das Wasser, das sich nach einem Regen in den Löchern oder Mulden der Eichenrinde gesammelt hat, all das wurde verwendet.

Die formende und festigende Wirkung der Eiche fand Einsatz zur Stärkung des Bindegewebes - im Besonderen an den Beinen. Die Eigenschaft der Eiche zusammenzuziehen fand Anwendung bei empfindlicher und geröteter Haut, bei starker Schweißabsonderung und bei übermäßigen Reaktionen auf Umweltreize. Ein altes Hausmittel ist es zB. Eichenlaub bei Schweißfüßen in die Schuhe zu legen und anzuziehen. Auch zur Festigung von Zahnfleisch und Mundschleimhaut fanden Eichenblatt- oder Rindenabkochungen Einsatz.

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