Prunus dulcis - MandelPrunus amygdalus (Rosengewächse, Rosaceae)

Der Mandelbaum gehört zu der Familie der Rosengewächse und ist mit dem Pfirsich- und dem Marillenbaum nahe verwandt. Er wächst in den wärmeren Regionen, besonders am Mittelmeer; in Mitteleuropa findet man ihn hin und wieder in Weinanbaugebieten. Am Meer blühen die Mandelbäume bereits Ende Jänner bis Anfang Februar üppig rosarot-weißlich. Der Mandelbaum ist in diesen Gegenden der erste Baum, der nach der Winterruhe erwacht. Erst einige Zeit danach zeigen sich die grünen Blättchen.

Die eiförmigen, grünen, samtig behaarten Früchte reifen erst etwa sechs Monate später. Sind sie reif, platzt das ledrige, ungenießbare Fruchtfleisch, das bei anderen Steinobstsorten saftig ist, auf und gibt ein bis zwei Fruchtkerne frei. Deren Steinschalen zeigen außen unregelmäßige Gruben und sind innen glatt. Es gibt unterschiedlich starke Schalen. Bekannt sind so genannte Krachmandeln mit ganz dünner Schale, die gerne roh gegessen werden. Mandeln mit dickerer Schale werden eher zum Backen und Kochen verwendet.

Man unterscheidet zwei Arten von Mandeln: die bitteren und die süßen. Roh essbar sind nur die Süßmandeln. Die Bittermandeln sind giftig, da sie Amygdalin enthalten, eine Substanz, die Blausäure freisetzt. Durch die Wärme bei Kochen, Rösten oder Backen geht die Giftigkeit verloren.

Reichliches Blühen und Fruchten, rhythmische Blattbildung und feste Verwurzelung in der Erde zeichnen die Pflanzen der Familie der Rosengewächse aus. Harmonie und Formvollendung sind in allen Pflanzenteilen zu finden. Anmut in der Gestalt bei gleichzeitiger Üppigkeit, das hat auch der Mandelbaum. Dazu kommen noch einige außergewöhnliche Eigenschaften wie das frühe Blühen, bevor sich Blätter zeigen, die relativ lange Reifungszeit der Früchte, die harte Schale, die einen süßen Kern verbirgt. All das mag wohl dazu geführt haben, dass der Mandelbaum oft symbolhaft verwendet wurde.

Mandeln enthalten 40-60% fettes Öl. Ähnlich wie das Olivenöl ist es ein wertvolles Speiseöl. Das Mandelöl gehört zu den nicht trocknenden Ölen, hat also geringe Neigung zu verharzen, ist somit vielseitig einsetzbar und geeignet für alle Hauttypen. Seit altersher wird es als Nahrungsmittel, vor allem aber zur Zubereitung von Pflegepräparaten und Heilmitteln eingesetzt. Das Mandelöl vermittelt uns Harmonie und Vitalität. Es drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern schafft Raum; Raum in dem sich eine andere Natursubstanz entfalten kann.

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