Olibanum - Harz des Weihrauchbaumes, Boswellia sacra (Balsambaumgewächse, Burseraceae)

Boswellia - WeihrauchWeihrauch ist das Gummiharz des Weihrauchbaumes, der an den Küsten des Roten Meeres beheimatet ist.

Schon der Name deutet auf die Verwendung hin: althochdeutsch "Wirach" bedeutet zum Weihen benutzter Rauch. Seit dem frühesten Altertum wurde Weihrauch für religiöse Zwecke, zum Ausräuchern oder für Salbungen verwendet.

Im Vergleich zum Myrrhenbaum wächst der Weihrauchbaum höher, hat weiche Fiederblätter und gibt sein Harz, das nicht bitter schmeckt, erst durch das Anschneiden der Rinde preis. Der Weihrauchbaum duftet selbst nicht. Sein Duft erscheint wie im Harz zusammengezogen. Erst beim Verbrennen gibt der Weihrauch seinen Wohlgeruch frei, wobei das Harz nicht schmilzt, sondern unmittelbar verdampft.

In christlicher Tradition wurde der Weihrauch als Gabe der heiligen Drei Könige bekannt, auch spielt er – gemischt mit anderen Substanzen - im kirchlichen Ritus eine besondere Rolle. Durch die besonderen Eigenschaften des Baumes und des Harzes wird nachvollziehbar, warum der Weihrauch als Symbol für die Hingabe an Gott und allgemein für das menschliche Fühlen, das ja auch die Glaubensfähigkeit des Menschen trägt, betrachtet wurde. Der Weihrauch-König, häufig als betagter Mann überliefert, opfert mit seiner Gabe dem Jesuskinde seine religiöse Empfindung, sein Gefühl.

Für die Anwendung am Menschen wurde der Weihrauch in Europa in früheren Jahrhunderten eingesetzt. In späterer Zeit nur mehr zum Räuchern. In seinem Herkunftsgebiet hielt sich eine umfassende Verwendung bis heute.

 

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