LZTaraxacum officinale (Korbblütler, Asteraceae)

Von Kindheit an begleitet uns der Löwenzahn. Sich beim Verblasen der Pusteblume etwas wünschen, Ketten und Kränze flechten, etc. sind allseits bekannte Kinderspiele. Im Frühjahr begegnen wir dem Löwenzahn überall; mit seiner Pfahlwurzel tief in der Erde verwurzelt kann er selbst in Sprüngen im Asphalt Fuß fassen. Aus einer Blattrosette wächst der charakteristische hohle Blütenschaft, der die goldgelbe Blüte trägt. Hierbei handelt es sich um eine Sammelblüte, bestehend aus unzähligen Einzelblüten. Nach dem Verblühen öffnet sich die kugelige Samenblüte.

Seine beispiellose Lebendigkeit, die tiefe Verwurzelung bei gleichzeitiger Hingabe an den Kosmos im intensiven Blühprozess, sein Blühen rund um Ostern, der bitter-aromatische Milchsaft, das zweite Erblühen (Samenblüte) nach dem Verblühen, hat vermutlich dazu geführt, dass der Löwenzahn im Christentum mit dem Mysterium von Golgatha, mit Tod und Auferstehung und der Entwicklungsmöglichkeit zum Guten hin in Verbindung gebracht wurde.

Als Heilkraut war der Löwenzahn im Altertum erstaunlicherweise nicht bekannt bzw. nicht in Verwendung. In Kräuterbüchern findet er sich erst ab dem frühen Mittelalter. Man kann ihn daher als junge Heilpflanze bezeichnen. Vom 16. Jahrhundert an hat man sich die starke Vitalität des Löwenzahns zunutze gemacht. Man glaubte, dass man den Löwenzahn nicht mit nach Hause nehmen dürfe, sonst würde man Bettnässen. Es gab auch die Vorstellung, dass man bei anderen Menschen „gut ankommt“, wenn man sich mit Löwenzahnsaft bestreicht. Häufig war auch die Verwendung als Orakelkraut.

Zur Entschlackung besonders im Frühjahr wird die Pflanze eingesetzt. Zur Vitalisierung der Gesichtshaut und der Augenumgebung kann diese lebendige Pflanze herangezogen werden. Die fröhliche Jugendkraft, die der Löwenzahn vermittelt, kann uns helfen, Altes zu überwinden und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.