SGAchillea millefolium (Korbblütler, Asteraceae)

Bis in den Frühsommer hinein lässt die Schafgarbe zunächst nur ihre rhythmisch-geordneten stark geteilten grünen Blätter erscheinen. Erst im Hochsommer öffnen sich die Blütenstände. Noch im Herbst erfreut uns das weißliche oder rötliche Blühen dieser Pflanze. Die Blüten bilden charakteristische waagrecht angeordnete Blütenschirme.

Der frisch-würzige Duft der Blätter wird in der Blüte ins warm Würzige veredelt. Das durch Destillation gewonnene ätherische Öl dieser Pflanze ist – ähnlich wie das der Kamille – bläulich gefärbt. Im Gegensatz zur Kamille bildet die Schafgarbe zusätzlich zu den Duftstoffen auch Bitterstoffe.

Die Schafgarbe ist sehr weit verbreitet: in Wiesen, auf Äckern, am Wegesrand, im Gebirge. Selbst durch Düngung wird sie nicht vertrieben. Von den Weidetieren abgefressen blüht sie schnell aufs Neue. Die ausdauernde Vitalität der Schafgarbe wurde stets als Segen für ihre Umgebung betrachtet und seit dem klassischen Altertum für Mensch und Tier verwendet. Der lateinische Name Achillea geht laut Plinius auf Achilles, einen Schüler des heilkundigen Kentauren Chiron zurück, der mit dem Saft dieser Pflanze den König Telephus von seinen Wunden geheilt haben soll.

Ihre große Vitalität und Ausdauer, die erweckenden Bitterstoffe und anregenden Aromastoffe machten die Schafgarbe neben der Kamille zu einer der am häufigsten verwendeten Pflanzen. Belebung und Durchwärmung des unteren Menschen gehören zum Wirkungsgebiet der Schafgarbe. Auch wurde der Schafgarbensaft oder ein Aufguss davon häufig äußerlich verwendet.

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